in Sexgeschichten

In den Armen meines Bruders

In den Armen meines Bruders

Es war schon Abend als mein Vater nach Hause kam. In letzter Zeit kam er öfter so spät.
Der Junge der hinter meinem Vater durch die Tür trat war bildhübsch. Er hatte dunkles Haar, etwas zu lang und strubelig. Sein Blick war eisig wie seine blauen Augen und er hatte eine Ausstrahlung wie die eines bösen Buben. Eier der immer mit seiner Gang abhängt, die Leute anpöbelt und krumme Dinger am laufen hat. Ich wusste nicht wer er war aber, (ich weiß nicht warum, ich denke es lag an der Pubertät) ich dachte daran wie es wäre mit ihm eine Liebesromanze anzufangen.
Ich träumte kurz vor mich hin bis ich den Gesichtsausdruck meines Vaters bemerkte. Er sah verkrampft aus, so kannte ich ihn gar nicht. Ich ging einen Schritt auf ihn zu >> Hallo Papa << sagte ich vorsichtig. >> Hallo mein Enge l<<. So begrüßte er mich immer, aber er gab mir auch immer einen Kuss auf die Stirn. Diesmal nicht. Der fremde Junge starrte mich immer noch unverwandt und eisig an. >> Papa, wer ist den der Junge? << es war unhöflich von mir diese Frage nicht direkt an den Jungen zu stellen aber, mit seinem eisigen Blick machte er mir ein bisschen Angst. Mein Vater schien bei dieser Frage die Luft wegzubleiben. Dann schluckte er schwer >> setzen wir uns in die Esszimmer<<. Vater berührte den jungen leicht an der Schulter um ihn in die Küche zu führen.
Ich ging voraus. Plötzlich schämte ich mich für die Kleidung die ich trug. Den ganzen Nachmittag hatte ich nur herum gegammelt und trug deshalb nur ein Top und eine weite graue Jogginghose. Dieser Junge hatte mich schon die ganze zeit so abweisend angestarrt und nun sah er mich auch noch von hinten. Ich fragte mich ob er mich so kühl anstarrte weil ich nicht ordentlich gekleidet war. Ich merkte das ich rot im Gesicht wurde also beschleunigte ich meinen Schritt um mich an den großen Esszimmertisch zu setzten und so den Großteil meiner Kleidung zu verdecken. Mutter kam herein. Sie strahlte >>Schatz, da bist du ja endlich. Oh, wir haben einen Gast? << sie blieb stehen um den jungen besser zu begutachten. Ich wusste dass sie darauf wartete dass der Junge sich vorstellte, aber dieser schaute sie nicht mal an. Sein Blick war auf den Boden gerichtet. >> Bitte, Liebling… << mein Vater klang nervös. Das kannte ich von ihm nicht. >> Ich muss mit euch reden<<. Meine Mutter ging um den Tisch herum um sich neben mich zu setzen. Mein Vater saß ihr gegenüber und der fremde Junge saß auf dem Stuhl der vor mir stand. Ich wollte es zwar nicht aber ich musterte ihn eindringlich. Er war wirklich hübsch. Jetzt wo er mir direkt gegenüber saß erkannte ich das noch besser. Er hatte lange Wimpern, fast wie die eines Mädchens. Dann fiel mir sein Mund auf. Er hatte volle leicht geschwungene Lippen, perfekt zum küssen dachte ich mir. (Zu der Zeit war ich fünfzehn und mitten in der Pubertät. Meine Gedanken spielten verrückt sobald ich einen hübschen Jungen sah).
Träumerisch fragte ich mich wie es sich wohl anfühlen würde wenn er mich küsste. Unweigerlich ging ich in meiner Fantasie sogar noch ein paar Schritte weiter. Ich konnte ja nicht wissen dass ich ihn in wenigen Minuten hassen würde.
Vater sagte etwas was ich durch meine heiße Träumerei nicht ganz mitbekommen hatte. Ich gab mir jetzt Mühe mich zu konzentrieren. >>… mich ausreden zu lassen<<. Wieder schluckte er schwer. Nach einem lauten Seufzer, der so klang als hätte er mit der Welt abgeschlossen, verriet er uns wer der fremde Junge war. In seinem üblichen ruhigem, sanften ton wie er mir vertraut war >> Der Junge hier neben mir heißt Evan. Er ist mein Sohn<<
Kennt ihr das wenn euch in einer Millisekunde tausend Gedanken, ganz wirr, durch den Kopf rasen? Nach diesen Worten erging es mir so. ich fragte mich ob das ein Scherz sei. Ich dachte an die TV- Serie „versteckte Kamera“ und daran dass, wenn man mich wirklich grade filmen sollte, mich auf keinen Fall in diesem Outfit im Fernsehen zeigen durfte. Dann dachte ich dass Papa niemals so einen bösen Scherz mit uns abziehen würde. In der nächsten Millisekunde fragte ich mich wie alt Even wohl war. Wäre er sehr viel älter gewesen hätte ich gesagt, na gut. Was solls! Vater hat Mutter ja erst mit 20 kennen gelernt. Vielleicht hatte er in seinen Jugendjahren einen One-Night-Stand mit irgendeiner Schulkameradin. Und bekanntlich geht das mit dem Schwanger werden ja ganz schnell. Aber für diese Theorie war der Junge, Evan, zu jung. Er war bestimmt nicht älter als ich, höchstens ein, zwei Jahre. Ich betete zu Gott das mein Vater keine Affäre gehabt hatte, bis mir einfiel das er zu sowas gar nicht in der Lage war. Noch mehr abstruse Theorien flogen mir im Eiltempo durch den Kopf : bei der Geburt vertauschte Kinder, der böse Sohn aus einem Paralleluniversum oder schlichtweg ein einfacher Betrüger. Ich presste meine Hände gegen den Kopf um diese Ideen loszuwerden und mich wieder auf das Geschehen in unserem Esszimmer zu konzentrieren.
Ich riskierte einen Seitenblick zu meiner Mutter rüber. Ihr Mund war leicht geöffnet (ein Zeichen dafür das sie geschockt war. Mit offenem Mund da zu sitzen gehört sich nämlich nicht. Das bekomme ich stehst gepredigt) und mit verwirrten, glänzenden Augen starrte sie meinem Vater ins Gesicht. Ich konnte mir vorstellen was sie dachte, was jede frau in einer Situation wie dieser dachte. Ganz leicht neigte sie ihren Kopf zur Seite um Evan die Frage zu stellen die auch mir auf der Zunge brannte >> Evan… richtig? Darf ich dich so nennen?<< (Das war nicht die Frage, aber typisch meine Mutter, dachte ich nur …die Welt kann in Flammen aufgehen und sie würde immer noch freundlich „bitte & danke“ sagen.) Evan antwortete nur mit einem leichten Nicken. Sein Blick klebte weiter auf der Tischplatte. Mutter fuhr fort >> Wie alt bist du?<< (das war die Frage). Evans Augen huschten kurz über Vater und dann zu Mutter. Er zögerte kurz >>Ich bin 16. Aber in zwei Monaten werd ich schon siebzehn<<.
Ich fragte mich ob er log, jedoch meine Mutter schien mit dieser Antwort zufrieden zu sein. Ich rechnete nach. Soweit ich weiß war meine Mutter bei ihrer Hochzeit mit meinem Vater, schon mit mir schwanger. Davor waren sie erst eineinhalb Jahre zusammen (in der höheren Gesellschaft gehört es sich nicht lange mit der Hochzeit zu warten). Wenn Evan also schon bald siebzehn wurde, konnte es gut sein das er gezeugt wurde bevor meine Mutter und mein Vater zusammen kamen.
Plötzlich beschlich mich ein komisches Gefühl. Diese Rechnung konnte zwar aufgehen, aber sie war nur dazu da meinen Vater zu entlasten. Mir wurde klar dass ich diesen Jungen, meinen Bruder, anfing …nicht zu mögen. Mutter neben mir fing an zu zittern. Auch sie kannte ich so überhaupt nicht. Wenn ihr etwas nicht passte oder sie wütend war lies sie das in vollem Maße an ihren Mitmenschen aus. Das sie Jetzt so ruhig blieb irritierte mich, immerhin musste sie doch kochen vor Wut!?
>> Bitte… würdest du mir… uns das erklären?<< ihre Stimme war ruhig. Mein Vater schaute zu mir rüber. >> Tut mir leid Brittany… du weißt, normalerweise würde ich sowas nicht vor dir mit deiner Mutter klären, aber ich möchte das auch du meinen Status verstehst<< da hatte er recht. Immer wenn meine Eltern unterschiedlicher Meinung waren oder sie mal schtritten, sorgten sie immer dafür dass ich das nicht mitbekam. >>Schatz, weißt du noch damals, kurz nachdem wir zusammen gezogen sind…?<< meine Mutter nickte. Ich betrachtete ihre Haltung. Sie saß grade und aufrecht dennoch wirkte sie sehr verkrampft. Mein Vater wandte sich mir zu: >> Damals, mein Engel…>> begann er >> nachdem deine Mutter und ich Zusammen gezogen waren, in dieses Haus hier, hatten wir ein paar… Probleme<< Hat das nicht jedes frischgebackenes Paar, dachte ich.
>> Wir liebten uns natürlich, aber die erste Zeit war schwer für uns, musst du wissen<< er machte eine kleine Pause >> deine Mutter und ich kamen damals zu dem Schluss, das es vielleicht das beste wäre wenn wir uns trennen<< ich zuckte zusammen. Mein Gesicht muss ziemlich erschrocken ausgesehen haben, denn auch Vater schreckte auf >> Nein, nein! Denk bitte nicht das Falsche. Wir wollten uns nur auf Probe trennen damit wir mit uns selbst ins Reine kommen konnten<< Das meine Eltern mal getrennt waren wusste ich nicht. Ich gebe zu, für mich waren meine Eltern einfach perfekt: perfekte Erzieher, perfekte Ehe, perfekte Menschen der Gesellschaft. Natürlich fand ich auch dass wir eine ganze perfekte Familie waren. Dass meine Eltern mal in ihrem Zusammenleben ernsthafte Probleme hatten, konnte ich mir gar nicht vorstellen! Mein Vater sprach weiter >> Diese Trennung auf Probe, diese Idee kam von deiner Mutter…<< ein schneller Blick rüber zu ihr >> Ich gebe ihr nicht die Schuld, aber du kannst dir vorstellen das ich damals am Boden zerstört war?>> ich bemerkte gar nicht richtig das er mir eine Frage stellte. Es dauerte einen kurzen Moment bis ich nickte, er wollte mein Verständnis. >> Damals bin ich, um den Schmerz zu verdrängen mit ein paar meiner Studienfreunden, etwas trinken gegangen. << Ich hörte aufmerksam zu.
>>In meiner Studienzeit war mein bester Freund eine Frau<< man merkte das ihm das sprechen schwer fiel und das er jedes Wort sorgfältig auswählte. >> Diese Frau tröstete mich damals und …<< Er brach ab. Auch er hatte jetzt seinen Blick auf den Tisch gerichtet ebenso wie meine Mutter.
Ich wünscht er würde ihr ins Gesicht sehen, das würde zeigen das er nicht schuld ist. Er hatte ja auch nichts getan! Sie waren getrennt und dann der Alkohol und wer weiß, vielleicht war diese Frau, seine Freundin, einfach nur ein billiges Luder das sich ihm an den Hals geworfen hat! Langsam, ohne dass ich es genau wahrnahm, füllten sich meine Augen mit Tränen.
Langes schweigen trat ein. Auf einmal die Stimme meiner Mutter >> War es… Rebecca?<< ich beobachte wie Evan seinen Kopf noch mehr hängen ließ. Durch seine wuscheligen Haare konnte ich auch erkennen wie sein Blick sich bei dem Namen >Rebecca< noch mehr vereiste.
Mein Vater verharrte noch kurz in seiner Position bis er sein Gesicht hob und deutlich (dennoch leise) mit ja antwortete.
Ruckartig stand meiner Mutter so blitzartig auf das beinahe ihr Stuhl nach hinten gekippt wäre. Und ich? Ich fing an los zu heulen. Da ich meine Augen geschlossen hielt konnte ich die Gesichter meines Vaters und meiner Mutter nicht sehen. Wollte ich auch nicht, ich wäre bestimmt gänzlich zusammengebrochen. Für eine halbe Minute sagte keiner ein Wort. Ich hörte nicht mal den Atem der anderen. >> Tut mir leid Evan<< sagte meiner Mutter. Dann ging sie. Ich horchte ihren Schritten hinterher bis sie die Haustür öffnete und dann leise wieder hinter sich zuzog.
Ich weinte und weinte. Dachte an meine arme Mutter und an meinen armen Vater… und an diesen widerlichen Bastard der mir gegenüber saß. Plötzlich noch ein lauter Ruck. Ich schreckte auf. Mein Vater machte Anstalten dazu zu gehen. Ich schrie hysterisch, so erschrocken war ich! >>Papa!?<< er drehte sich noch einmal zu mir um. Ich stand von meinem Platz auf. Er schaute mir ins Gesicht. Ich konnte nichts sagen. Ich wollte einfach nur dass er hierbleibt, mich nicht mit ihm alleine lässt! Unvermittelt lächelte er mich an. >> Keine Sorge… alles wird wieder gut<< er wandte sich von mir ab und schaute runter zu Evan. Evan saß jetzt aufrecht und erwiderte den Blick meines Vaters. Zu meinem Überraschen war sein Blick nicht mehr eisig und abwesend. Er wirkte mehr schuldbewusst, aber leider nicht so reumütig wie ich es gerne an ihm gesehen hätte! Mir kam es so vor als ob mein Vater und mein neuer Bruder sich auf telepathische Weise verständigen würden. Sie schienen hundert Dinge zu klären aber kein Wort kam über ihre Lippen. Als Vater sich abwendete starrte ihm Evan hinterher und auch mich ließ er ohne ein weiteres Wort einfach stehen. Wieder kam ein schwall Tränen ihn mir hoch. Weniger weil ich traurig war sondern vielmehr, weil ich brodelte vor Zorn! Zorn auf meinen Bruder! Ich wollte wissen warum er hier war? Warum er unser Leben zerstörte? Was gab ihm das Recht dazu?
Ich lief davon. Auf einmal war es mir peinlich vor ihm zu weinen, grade weil er der Grund war weshalb ich so weinte. Ich wollte mir diese Blöße nicht geben. Ich stapfte davon aus dem Esszimmer raus, in die große Vorhalle. >> Hey!<< Seine Stimme klang wie ein Pistolenschuss. Ich war schon auf der Treppe nach oben und so erschrocken dass ich beinahe das Gleichgewicht verlor. Wutschnaubend drehte ich mich zu ihm herum. Er war mir gefolgt und stand schon mit einem Bein auf der Treppe. >> Wo kann ich schlafen?<< Er blaffte mich regelrecht an. >>Wie bitte?<< keifte ich. Es war nicht meine Art so unhöflich zu reagieren aber diesem Mistkerl wollte ich nichts schenken. Abrupt kam er auf mich zu, die Treppe hoch. Ich war wie gelähmt. Ich gebe es nicht gerne zu, aber dieser Junge machte mir Angst. Vor allem deshalb, weil seine Ausstrahlung, sein Blick sich völlig verändert hatte. Eben noch hatte er, wie er meinen Vater anglotzte, einen mitleidigen Blick. Jetzt waren seine Augen wieder hart. Eisig blau und desinteressiert. Mir war so als würde er mich wie ein ekliges Insekt betrachten. Er stand jetzt vor mir, eine Stufe unter mir. Sein Gesicht war genau vor meinem da er ja ein ganzen Kopf größer war als ich. >> Wenn du mich nicht verstanden hast dann sperr jetzt deine Ohren auf, kapiert?<<
Ich wagte nicht zu atmen.
>> Ich bin müde und will ins Bett! Unser Daddy meinte-<< Meine Hand schoss so schnell vor das meine Reaktion selbst für mich zu schnell war um sie richtig zu realisieren. In der hohen Halle war das klatschen meiner Hand auf seiner Wange überlaut. Elegant ließ ich meine Hand wieder an die Seite sinken. Meine Handfläche tat höllisch weh. ich hatte noch niemals jemanden geschlagen aber, ich war froh dass ich wusste wie so eine Ohrfeige geht und ich war mir sicher dass es ihm wehgetan haben musste. Sein Gesicht war nach links gedreht, ich hatte mit rechts zugeschlagen. Ich konnte ihm direkt in die Augen schauen. Sie waren kurz nach links unten geneigt, seine Wange färbte sich langsam rot, bis er meinen Blick erwiderte. Es war schwer seinen stahlblauen Augen stand zu halten aber, ich durfte jetzt nicht klein bei geben.
>> Hätte nicht gedacht das du so gute Ohrfeigen verteilen kannst<< er sprach ruhig, man konnte sogar ein weinig Belustigung in seiner Tonlage hören. Ganz langsam setzte er seinen rechten Fuß auf die Treppenstufe auf der ich stand. Sein Fuß, er trug völlig abgelatschte Chucks, verharrte zwischen meinen Füßen, ich trug meine rosafarbenen Flip Flops. Dieser Anblick verwirrte mich. Während ich auf unsere Füße starrte kam sein Gesicht ganz nah an meins heran. Erst als sein Atem meine Wange berührte hob ich langsam meinen Kopf. >>Er ist dein Vater und auch mein Vater, kapiert? Du solltest lernen dich daran zu gewöhnen, Schwester<< Oh, Gott dieses Wort, ich wollte es nicht hören! >>Eins noch…<< jetzt war er noch näher. Seine Wange berührte meine, seine Lippen waren an meinem Ohr, die wärme seines Atems kroch an meinen Hals runter und ich war der Ohnmacht nah. In meinem Bauch breitete sich ein unangenehmes Gefühl aus, gleichzeitig fing mein ganzer Körper zu kribbeln an. Ich hasste diesen Jungen und grade er war es der mir so nah kam. Solche körperliche Nähe empfand ich noch von keinem anderen Jungen. Langsam, ganz langsam, obwohl das Geschehen nur Sekunden dauern konnte, zentrierte sich dieses Kribbeln zwischen meinen Schenkeln. Mein Atem wurde immer schneller und mein Gesicht musste glühen. Ich schloss die Augen. Ich konzentrierte mich auf meinen Körper und merkte wie das Kribbeln auch in meine Brustwarzen schlich. Ich war mir sicher, würde er mich jetzt berühren, würde ich lustvoll schreien. Verdammte Pubertät! Ich dachte nur Jungs wären in dieser zeit so Wollüstig?! Dann seine Stimme die mir wieder einen eisigen Schauer über den Rücken jagte >>solltest du… es noch einmal wagen- <<
Ein zaghaftes Räuspern erklang.
Entgeistert drehte ich mich soweit herum wie es meine Wirbelsäule zuließ um zu sehen wer dort oben auf dem Treppenende stand. Oben stand Sophia. Sie hatte ich ganz vergessen! Sophia war unsere Haushälterin, eigentlich mehr ein altmodisches Dienstmädchen. Sie trug sogar die typische schwarz / weiß französische Uniform.
Sie blieb völlig reglos da oben. Wie lange hatte sie da schon gestanden? Was sie jetzt wohl dachte? Evan beugte sich von mir weg. Seine blauen Augen fixierten Sophia, sie ließen das Mädchen nicht mehr los. Als Evan den Fuß von meiner Treppenstufe nahm schien dass, das Zeichen für sie zu sein, das sie sich uns nähern durfte. Während sie die Treppe runter kam hielt Evans Blick sie immer noch fest. Er erinnerte mich an eine Katze die auf einer mauer hockt und ganz genau weiß das, der Mann der da vorne die Straße auf und ab läuft, nichts Gutes im Schilde führt. Seine Augen faszinierten mich und machten mir Angst.
Sophia verbeugte sich leicht als sie neben uns angekommen war >> Guten Abend, junger Herr. Mein Name ist Sophia Gomez. Ich bin die Haushälterin der Familie Havenhait.<<
>> Haushälterin? Bist du nicht zu jung dafür?<< Even grinste verschmitzt. Ein lächeln für das manches Mädchen sterben würde.
Aber er hatte recht. Sophia war grade mal fünf Jahre älter als ich, erst zwanzig. Außerdem war sie unglaublich hübsch. Sie hatte langes schwarzes Haar, herrliche Wellen die ihr über die Schultern fielen. Da sie Mexikanerin war hatte sie natürlich auch einen etwas dunkleren Teint und eine super Figur. Grade das schien Evan auch zu bemerken. Er konnte den Blick gar nicht mehr von ihr abwenden. >>ich nehme IhreTasche<< Sophia wollte sich bücken.
>> Nein, die nehme ich schon selber… Danke<< Wieder dieses Lächeln.
Sie gingen an mir vorbei. Ich war völlig perplex. >>Halt!<< rief ich, traute mich aber nicht hinter ihnen herzulaufen, >> Der bekommt hier kein Zim-<<
Ich war völlig fassungslos. Mir fiel etwas ein. Etwas das ich, weil ich es für belanglos hielt, sofort wieder vergessen hatte. Vor einer Woche gab Vater Sophia den Auftrag das hintere Gästezimmer herzurichten, aber das Zimmer war völlig in Ordnung. Als ich ihn darauf ansprach meinte er: >> das Zimmer ist nur Oberflächlich sauber. Die Lacken und die Bettdecke müssen mal wieder frisch gemacht werden. Was ist wenn wir überraschend einen Gast bekommen?<< während er mit mir sprach, hatte er mir den Rücken zugewandt. Das tat er sonst nie, so ein Verhalten war unhöflich! Ich habe einfach über diese Unart weg gesehen, jetzt weiß ich warum er das Zimmer hat herrichten lassen und warum er mir nicht ins Gesicht schauen konnte.
Trotz meines Einwands ging Sophia mit Evan im Schlepptau einfach weiter, wahrscheinlich wusste sie auch schon länger bescheid.
Verzweifelt ließ ich mich auf die Treppenstufe sinken. Ich fühlte mich so hilflos und schwach. Und ich war verwirrt. Ich wusste nicht weiter also blieb ich erst mal auf der Treppe sitzen und weinte.

Wer einen früheren Post haben Wie die Mutter so die Tochter Teil 2 Wir empfehlen Ihnen, unsere Titel geschichte lesen.

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